Neue Studie: Bewegung, selbst Hausarbeit, ist gut gegen Stress und Depressionen
Veröffentlicht am 13.08.2018 • Von Giovanni Mària
Ein kürzlich veröffentlichte Studie bestätigt, was viele schon oft gehört haben: Bewegung, egal ob es sich dabei um Sport, Laufen oder den Haushalt handelt, verringert das Risiko einer Depression.
Die Studie, die im “The Lancet Psychiatry” veröffentlicht wurde, beruht auf Fragebögen, die zwischen 2011 und 2015 mehr als 1,2 Millionen erwachsenen US-Amerikanern vorgelegt wurden.
Laut den Forschern führte jegliche Art physischer Anstrengung zur Verbesserung der mentalen Gesundheit. Die Verbesserung macht sich allerdings am deutlichsten “bei Mannschaftssportarten, Aerobic und Sport im Fitnessstudio” bemerkbar.
Die Fragebögen ergaben eine Liste mit 75 Arten physischer Bewegung, von Laufen bis Fitnesstraining, ebenso wie Gärtnern, Angeln oder Yoga.
Die Teilnehmer wurden gefragt, wie oft sie pro Woche/ Monat mit dieser Aktivität beschäftigt waren und wie lange im Durchschnitt. Eine andere Frage war: "Wenn Sie an Ihre psychische Gesundheit denken, die Stress, Depressionen und emotionale Probleme beinhaltet, wie viele der letzten 30 Tage empfanden Sie als nicht gut?"
Das Ergebnis: “Die Personen, die sich regelmäßig bewegen, haben durchschnittlich 1,5 weniger schlechte mentale Gesundheitstage als die anderen Befragten, die keiner Aktivität nachgehen”, so die Autoren der Veröffentlichung.
Die Befragten berichteten durchschnittlich von 3 schlechten “mentalen Tagen” pro Monat. Der ideale Umfang physischer Aktivität beträgt “45 Minuten, 3-5 Mal pro Woche”. Darüber hinaus sinken die positiven Effekte. Die Befragten, die täglich 3 Stunden physischer Aktivität nachgingen, hatten eine schlechtere mentale Gesundheit als diejenigen, die gar keiner Aktivität nachgingen.
Koordiniert wurde die Studie von Adam Chekroud, Psychiatrieforscher an der Yale University (USA). Die Studie stellt eine rein statistische Beobachtung dar, ohne einen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herzustellen.
Die Beziehung zwischen körperlicher Bewegung und Verringerung der Depression oder Stress "könnte in beide Richtungen gehen: zum Beispiel könnte Inaktivität ein Symptom und ein Faktor schlechter psychischer Gesundheit sein und die Aktivität könnte ein Zeichen für Widerstandsfähigkeit sein oder dazu beitragen ", so die Forscher.
AFP - hh / BC / IWF / paj
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